Rauchmelder im Doppelhaus

Gefahrenmeldeanlagen, Löschanlagen, RWA, Feuerlöscher, Hydranten, FSA etc.
xadox

Rauchmelder im Doppelhaus

Beitragvon xadox » Mo 02.01.2012 12:26

Erstmal ein Hallo an alle und ein Frohes Neues Jahr.

Ich möchte mein neu erworbenes Doppelhaus mit Rauchmeldern ausstatten. Die Thematik des Brandschutzes ist für mich nun absolutes Neuland.

Nun sollte wenn möglich jedes Zimmer einen Melder erhalten. Nachdem ich ein wenig im Internet gesucht habe ist mir aufgefallen, dass es mittlerweile auch Melder mit Funk Modulen gibt. Aber eigentlich weiß ich gar nicht so richtig nach was ich überhaupt suchen soll. Rauchmelder, Wärmemelder, etc...
Da ich die Elektrik sowieso erneuere sollte und möchte ich dabei auch gleich den Brandschutz mitberücksichtigen.

Vielleicht kann man mir hier zumindest erstmal in groben Ansätzen vermitteln worauf ich achten sollte.

Lars Kerkhoff

Re: Rauchmelder im Doppelhaus

Beitragvon Lars Kerkhoff » Mi 04.01.2012 10:03

Hallo,

also wenn ich meine Elektrik sowieso erneuern müßte, würde ich mich nach
einer Vernetzung von Rauchmeldern umsehen. Ansonsten finde ich persönlich die Rauch-in Kombination mit Wärmemelder sehr gut.


Am Besten wird ihnen hier eine Firma aus ihrem Umkreis, die Rauchmelder vertreibt, in einer persönlichen Beratung weiterhelfen können.

clammer
Beiträge: 540
Registriert: Di 29.07.2003 16:39

Re: Rauchmelder im Doppelhaus

Beitragvon clammer » Mi 04.01.2012 18:10

Hallo,

für den Hausgebrauch heißen die Rauchmelder richtig "Rauchwarnmelder".

Wie so oft im Leben gibt es nach oben keine Grenzen, die Spanne reicht vom fernöstlichen Billigprodukt bis zum Melder im Industriestandard. Sie sollten jedoch der DIN 14676 entsprechen und vom VdS geprüft sein. (Logo: Text "VdS" im Quadrat mit abgerundeten Ecken).
Hochwertige Rauchwarnmelder tragen zudem das "Q"-Siegel.

Eine Vernetzung kann entweder per Funk oder mittels Kabel geschehen. Die Funkvariante ist meist die im Anschaffungspreis teurere, dafür entfällt die Kabelverlegung.
Ebenso kann man eine Vernetzung unterscheiden in eine mit und eine ohne Zentrale. Im ersten Fall werden alle vernetzten Melder ausgelöst, egal welcher angesprochen hat. Es gibt hier mittlerweile auch eine Variante auf dem Markt, wo nach Quittieren des Alarms nur noch der Melder piepst, der auch den Alarm detektiert hat.
Die Variante mit der Zentrale ist etwas aufwendiger, aber komfortabler; macht aber aus meiner Sicht nur Sinn, wenn sie eh in Form einer Einbrauchmeldezentrale vorhanden ist.

Zur Stromversorgung der Melder gibt es auch zwei Varianten; gängig ist der Betrieb mit Batterien: Alternativ gibt es auch welche mit Netzanschluss und Akkupufferung.
Relativ neu auf dem Markt sind Melder, bei denen die Lebensdauer der Batterie 10 Jahre beträgt; hier wird nach 10 Jahren einfach der komplette Melder getauscht (auch die Messkammer hält nicht ewig!).

Gruß
C. Lammer

Linse

Re: Rauchmelder im Doppelhaus

Beitragvon Linse » Do 19.01.2012 20:24

Zu bedenken geben moechte ich in diesem Zusammenhang, dass mitunter auch ein Nachbar einen Funkrauchwarnmelder haben koennte. Vereinzelt habe ich schon Berichte gelesen, denen zufolge die Melder auf der gleichen Frequenz waren und entsprechend ein Melder, ausgeloest durch etwas laenger gebackenen Toast, gleich noch die Meldekette beim Nachbarn aktiviert hat.
Das mag sinnvoll sein bei echten Braenden. Aber bei denen werden dann auch die eigenen Melder nach kurzer Verzoegerung anschlagen.

Ergo: Besser auf Kabel gehen (zumal eh neu verlegt wird) und dann nach Moeglichkeit mit Netzstrom versorgt und Akkupufferung.

Andererseits: Wenn es "nur" ein Doppelhaus ist, dann sollte man vielleicht die Kirche im Dorf lassen. Ob es dann tatsaechlich vernetzte Melder braucht? Man wird wahrscheinlich eh in jedem Raum der entsprechenden Haelfte hoeren, wenn der Melder pfeift. Und die andere Haelfte kriegt es ja im Ernstfall auch bald mit, weil dann die eigenen losfiepen...

Wichtig aber generell: Vermeiden Sie einen Melder in der Kueche! Sonst haben Sie ueber kurz oder lang einen Hoerschaden vom Kochen. ;-)

clammer
Beiträge: 540
Registriert: Di 29.07.2003 16:39

Re: Rauchmelder im Doppelhaus

Beitragvon clammer » Fr 20.01.2012 16:17

@linse
Für die Küche müssen Sie halt einen guten, dafür geeigneten Melder oder einen mit "Kochschaltung" (schaltet den Melder für ca 20 min. "stumm") einsetzen.

Gruß
C. Lammer

kmbi

Re: Rauchmelder im Doppelhaus

Beitragvon kmbi » Mi 10.10.2012 12:43

hallo xadox,

also das wichtigste bei rauchmeldern ist der ort, an dem die dinger montiert werden sollen, sowie die instanthaltung. Dazu finden sie hier wichtige infos.

vg kmbi

Hannah

Re: Rauchmelder im Doppelhaus

Beitragvon Hannah » Fr 07.03.2014 15:24

Da ich mich derzeit auch mit der anstehenden Installation von Funkrauchmeldern beschäftige hier mal meine Gedankengänge.

Bezüglich den Frequenzen von Funkrauchmeldern glaube ich kaum, dass hier Probleme auftreten, da die Funkmodule in der Regel eindeutige Identifikationscodes haben.
Ich persönlich werde daher vermutlich auf Batteriebetriebene (10-Jahres Lithium) Funkrauchmelder zurückgreifen.

Bzgl. der "Küchentauglichkeit" würde ich eher nicht zu Meldern mit Stummschaltung greifen. Selbst wenn die Melder 20. min "Stummgeschalten" werden können, reicht dies oftmals nicht aus. Wenn dann vergessen wird die Stummschaltung erneut zu aktivieren gehts unter umständen los :)
Würde in der Küche die Installation eines Hitzemelders bevorzugen, welcher wenn möglich mit den Rauchmeldern vernetzt wird.

lg

clammer
Beiträge: 540
Registriert: Di 29.07.2003 16:39

Re: Rauchmelder im Doppelhaus

Beitragvon clammer » Fr 07.03.2014 17:03

@Hannah

Bedenken Sie, dass Wärmemelder erst sehr spät reagieren; Sinn und Zweck der Rauchwarnmelder ist eine schnelle Alarmierung, gerade nachts.
Durch geschickte Auswahl des Montageortes kann schon viel erreicht werden, und Sie haben je in der Regel die Küche nicht stundelang voller Wasserdampf stehen.
Außerdem kann es auch gerade bei Wärmemeldern zu Fehlauslösungen durch Wasserdampf kommen, da dieser naturgemäß sehr heiß ist.


Gruß
C. Lammer

Hannah

Re: Rauchmelder im Doppelhaus

Beitragvon Hannah » Mo 10.03.2014 9:15

@ Lammer

Vielen Dank für den Hinweis, das hatte ich noch nicht bedacht.
Am besten wäre es also einen "normalen" Rauchmelder so in der Küche bzw. in der Nähe der Küche zu positionieren, dass eventuell auftretender Wasserdampf keinen Alarm auslösen sollte?

lg

clammer
Beiträge: 540
Registriert: Di 29.07.2003 16:39

Re: Rauchmelder im Doppelhaus

Beitragvon clammer » Mo 17.03.2014 18:52

@Hannah
Ja!

Komfortabler ist zwar die "Küchenfunktion", wo der Alarm - je nach Hersteller - für ca. 20 min unterdrückt wird. Das reicht in der Regel. Allerdings wird auch in diesem Fall der Melder mit Dampf beaufschlagt, was ggf. zur Reduzierung der Lebensdauer führt.

Gruß
C. Lammer

michi80

Re: Rauchmelder im Doppelhaus

Beitragvon michi80 » Di 22.04.2014 21:09

Hallo, ich hoffe es ist ok wenn ich mich hier einfach einklinke?
Wir wollen unsere 3-Zimmer-Wohnung nun endlich mit Rauchwarnmeldern ausstatten und haben auch schon einige Infos zusammengetragen. Zunächst denke ich, dass wir für unsere 70qm Wohnung wohl keine Funkrauchmelder benötigen?
Bezüglich der in Frage kommenden Melder, tendieren wir zum Hekatron Genius, welcher ja ein sehr guter Rauchwarnmelder sein soll. Was ich jedoch nicht ganz verstehe, ist das mit dem frequenzoptimierendem Alarm, was kann ich mir da darunter vorstellen? Alternativ käme noch der Ei650 in Frage.
Nachdem hier offensichtlich einige Profis unterwegs sind, erhoffe ich mir den einen oder anderen Tipp.

Herzlichen Dank schon mal :-)

Hannah

Re: Rauchmelder im Doppelhaus

Beitragvon Hannah » Di 22.04.2014 21:24

Hallo Michi
Zunächst möchte ich gleich mal vorweg nehmen, dass ich mich keinesfalls als Rauchmelder Profi bezeichnen möchte. Wir selbst waren vor kurzem ebenfalls auf der Suche nach passenden Rauchmeldern bzw. Funkrauchmeldern, vielleicht kann ich dir also etwas weiter helfen.
Bezüglich deiner Frage, ob Funkrauchmelder unbedingt notwendig sind, denke ich, dass das so pauschal nicht gesagt werden kann und stark von den Gegebenheiten deiner Wohnung abhängt. In einer zweistöckigen Wohnung kann dies durchaus Sinn machen, da ein Alarm der z.B. im oberen Stock ausgelöst wird, im unteren Stock überhört werden könnte.

Die von dir erwähnten Rauchmelder sind sicherlich eine gute Wahl, mir persönlich würden hier die Hekatron Geräte besser gefallen, nicht zuletzt wegen dem von dir erwähnten frequenzoptimierten Alarm, der meiner Meinung nach durchaus Sinn macht, ein Video in dem der Alarm der Hekatron Rauchmelder demonstriert wird findest du zum Beispiel hier.
Lg

clammer
Beiträge: 540
Registriert: Di 29.07.2003 16:39

Re: Rauchmelder im Doppelhaus

Beitragvon clammer » Mo 05.05.2014 8:51

Hallo Michi,

unter "frequenzoptimiert" wird eine Signalton verstanden, der - neben der Lautstärke - durch die Verwendung unterschiedlich tiefer und hoher Töne für das menschliche Gehör besser wahrnehmbar ist.

Gruß
C. Lammer

fire2014

Re: Rauchmelder im Doppelhaus

Beitragvon fire2014 » Di 19.08.2014 18:49

Zu Hekatron..Hatten wir auch lange Zeit und waren eigentlich immer sehr zufrieden, haben uns zumindest sicher gefühlt :zwink: Montage ging auch recht schnell und vor allem unkompliziert. Denke auf jeden Fall, dass ihr dann damit die richtige Wahl trefft, ihr könnt euch aber auch noch hier genauer umsehen :-) Würde dann doch immer lieber etwas mehr ausgeben, bevor ich in so einer wichtigen Sache irgendnen Müll an der Decke hängen hab..

satmax

Re: Rauchmelder im Doppelhaus

Beitragvon satmax » Fr 26.12.2014 4:44

Eine Vernetzung kann entweder per Funk oder mittels Kabel geschehen. Die Funkvariante ist meist die im Anschaffungspreis teurere, dafür entfällt die Kabelverlegung.




sony xperia e3 hülle

franzii1987
Beiträge: 1
Registriert: Sa 24.10.2020 2:21

Re: Rauchmelder im Doppelhaus

Beitragvon franzii1987 » Mi 28.10.2020 10:02

Hallo zusammen,
Die Vernetzung der Rauchmelder ist schon ziemlich sinnvoll vor allem bei größeren Gebäuden bzw. mehreren Stockwerken.
unsere Rauchmelder sind mittels funk verbunden Funkmelder sind zwar bissel teurer aber das Kabel verlegen bleib einem erspart, bei einem Neubau würde ich die Kabel variante nutzen aber wenn man Rauchmelder nachrüstet würde Ich die Funk variante vorziehen. Schau mal hieres gibt nämlich auch verschiedene arten von rauchmelden nicht alle Rauchmelder sind für Küche oder Nassräume geeignet es gibt auch welchen die eine App haben das Wuste ich damals noch nicht wäre vielleicht auch nicht schlecht gewesen.

Peterpeter7
Beiträge: 8
Registriert: Sa 28.11.2020 14:16

Re: Rauchmelder im Doppelhaus

Beitragvon Peterpeter7 » Mo 15.03.2021 22:25

Lars Kerkhoff hat geschrieben:Hallo,

also wenn ich meine Elektrik sowieso erneuern müßte, würde ich mich nach
einer Vernetzung von Rauchmeldern umsehen. Ansonsten finde ich persönlich die Rauch-in Kombination mit Wärmemelder sehr gut.


Am Besten wird ihnen hier eine Firma aus ihrem Umkreis, die Rauchmelder vertreibt, in einer persönlichen Beratung weiterhelfen können.


Am besten tatsächlich Firmen aus dem eigenen Umkreis ansprechen - die können einem am direktesten helfen. Da stimme ich zu. War bei mir ähnlich und hat viel gebracht.

Cord
Beiträge: 1
Registriert: So 14.03.2021 20:17

Re: Rauchmelder im Doppelhaus

Beitragvon Cord » So 18.04.2021 20:05

Grundsätzlich sind Hekatronmelder sehr sicher und kaum anfällig für Fehlalarme (ich habe seit ca. 2013/14 weit über tausend Stück verkauft und montiert und bin herstellerunabhängig), allerdings halten die angepriesenen 10-jahres Batterie teilweise nur fünf Jahre oder kürzer und bei den funkvernetzten Geräten ist es teilweise noch schlimmer. Das ist etwas ärgerlich, zumal die Garantieabwicklung etwas schleppend vonstatten geht.
Aber, mit Blick auf die Sicherheit, kann ich diese Geräte empfehlen.
Zum Thema Funkvernetzung: Ich sehe immer wieder in Wohneinheiten (alles andere ist ja in diesem Thread nicht relevant), dass da auf das Wildeste vernetzt wird. Ganz oft denke ich mir dann: Fleissiger Verkäufer, der das gemacht hat - mehr aber auch nicht.
Wichtig ist, dass man bei einer Vernetzung der Melder (hochwertige Melder kann man übrigens so einstellen, dass sie nicht mit Nachbars Toaster kommunizieren, da es für RWM extra reservierte Frequenzen gibt) darüber nachdenkt, ob es so auch Sinn macht. Ein einfaches und häufig zu findendes Beispiel, ist die Vernetzung aller vorhandenen Melder untereinander. Ergebnis im Brandfall: Alles piept los und man ist so schlau wie vorher.
Ich empfehle, vernetzte Melder ausschliesslich dort zu montieren, wo man den Alarmton im Ernstfall, akustisch nicht wahrnehmen würde. Alles andere ist eigentlich Geldverschwendung.
Und wie und wo ein Melder montiewrt werden sollte, geht ganz klar und nachvollziehbar aus der jeweiligen Landesbauordnung und der Montageanleitung des Melders hervor.

Gruß Cord