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BeitragVerfasst: Fr 14.07.2006 16:13 
Bundesland: Bayern

Hallo Kollegen/innen

kann mir jemand sagen, ob es eine (VDS-gültige) Möglichkeit gibt die Wassermenge einer Sprinkleranlage zu erhöhen.

Die Sprinkleranlage wurde über eine Trennstation (trockene Ventilstation) an die städt. Wasserversorgung angeschlossen. Die Liefermenge der SW ist ausreichend. Jedoch sinkt bei einem Wassertest der Druck
im hausinternen Netz soweit ab, daß die Liefermenge zum Sprinkler nicht den VDS-Vorgaben entspricht.
Gefordert sind: 1150 l/min bei 2,1 bar
Istzustand: ca. 800 l/min bei 1 bar

Über Tips und Anregungen bin ich Ihnen sehr dankbar !

MfG. CDS


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So 16.07.2006 4:00 
Hallo,

ist die Anlage denn direkt angeschlossen? Ohne Druckluftwasserkessel oder Druckerhöhungspumpen?


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 Betreff des Beitrags: Antwort auf Frage von Mathias Zimmer
BeitragVerfasst: Mo 17.07.2006 12:47 
Mathias Zimmer hat geschrieben:
Hallo,

ist die Anlage denn direkt angeschlossen? Ohne Druckluftwasserkessel oder Druckerhöhungspumpen?


Hallo Mathias,

die Anlage ist seit 25 Jahren direkt angeschlossen ! Allerdings ohne Druckluftwasserkessel und ohne Druckerhöhungspumpen. Der Ruhedruck der Stadtwerke beträgt hier seit eh und je 6 bar, wie aus den VDS-Zeugnissen rauslesbar ist.

MfG. CDS


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BeitragVerfasst: So 23.07.2006 8:25 
CDS hat geschrieben:
die Anlage ist seit 25 Jahren direkt angeschlossen ! Allerdings ohne Druckluftwasserkessel und ohne Druckerhöhungspumpen. Der Ruhedruck der Stadtwerke beträgt hier seit eh und je 6 bar, wie aus den VDS-Zeugnissen rauslesbar ist.


Einfach mal beim Errichter anfragen, was an der speziellen Anlage möglich ist.
Ich wußte gar nicht, dass es Sprinkleranlagen gibt, die ohne jede Druckerhöhung bzw. eigene Wasservorhaltung am Wassernetz hängen...


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BeitragVerfasst: So 23.07.2006 15:55 
Mathias Zimmer hat geschrieben:
Einfach mal beim Errichter anfragen, was an der speziellen Anlage möglich ist.

Sicherlich die einzig richtige Lösung! Allermindestens sollte man sich mit der Hersteller-Firma absprechen, damit die Anlage nicht auf einmal völlig unbrauchbar ist...
Wobei man durchaus schonmal Ideen einbringen könnte in die Gespräche:
- Ist es vielleicht möglich, einen Druckwasserkessel zwischen die Wasserversorgung und den Ausgang zur Sprinkleranlage an sich zu schalten? Wenn ich das richtig verstanden habe, würde ja im Kessel ein Druck von 4 Bar oder so reichen, um die Anlage mit dem entsprechenden Mindestdruck zu versorgen. Wenn man dann ein entsprechendes Rückschlagventil für die Versorgungsleitung hat, würde die städtische Wasserversorgung das Aufbrauchen des Wassers im Kessel verlangsamen, weil ja ständig noch Wasser nachströmt (wenn auch nicht genug, um einen Dauerbetrieb zu gestatten), der Kessel müsste also nicht die gesamte Wassermenge bereitstellen...

Interessant wäre an der Stelle zu wissen, wie lange der VdS diese Sprinkleranlage gerne am Laufen hätte bei den vorgegebenen Parametern... :zwink:

Mathias Zimmer hat geschrieben:
Ich wußte gar nicht, dass es Sprinkleranlagen gibt, die ohne jede Druckerhöhung bzw. eigene Wasservorhaltung am Wassernetz hängen...

Gut dass ich noch nicht mal "im Geschäft" bin, sonst würde ich jetzt die Standardlösungen für Sprinkleranlagen durchforsten, ob ich was übersehen habe... :grins: Davon habe ich nämlich auch noch nichts gehört/gelesen... :???:


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do 17.08.2006 18:39 
Hallo zusammen,

Zuerst möchte ich darauf hinweisen, dass das Thema auch in einem anderen Board "Brandschutztechnik" innerhalb dieses Forums behandelt wird (auch CDS). Deshalb verweise ich hier auch auf meinen dortigen Beitrag.

Die Frage, ob es so etwas (bei korrekter Ausführung) überhaupt geben darf, kann ich bejahen.

Prinzipiell gibt es zulässige Konstellationen, bei denen die Wasserversorgung (Liefermenge und Fließdruck) ausschließlich durch das öffentliche Netz zur Verfügung gestellt wird.

Dies kann bspw. bei kleinen Wohnhausgaragen der Fall sein, wenn bspw. eine Trennstation (keine herkömmliche Trockenalarmventilstation) dazwischen geschaltet ist und der an den Sprinklern einzuhaltende Mindestdruck nicht zu hoch ist.

In der Regel scheitert jedoch diese einfache Lösung an der Nachweisbarkeit der sicheren Wasserversorgung (steht die Liefermenge tatsächlich IMMER bei dem erforderlichen Mindestdruck zur Verfügung).

Hierbei wird fälschlicherweise oft versucht, mit Hilfe von zurückliegenden Dauerbeobachtungen (1 halbes Jahr vor Baubeginn hatten wir immer genügend Druck..) eine positive Aussage zu erhalten.

- Welcher Druck wurde gemessen ?
- Der Fließdruck bei der Wasserabnahme konnte ja nicht gemessen werden
- Was ist nach der Baumaßnahme ? Neue Verbraucher?
- Was ist mit Außenhydranten in der Stichleitung?
- Was ist mit Wandhydranten, Zisternen, anderen Wasserverbrauchern ?
- Hat jemand den Druckverlust zwischen Hausanschluss und Trennstation berechnet.

Wenn diese Frage gestellt werden, bleiben viele Antworten schuldig.
Aus diesem Grund ist das System nicht sehr weit verbreitet.

Es bietet sich bspw. bei einem naheliegendem Hochbehälter mit ausreichendem Volumen in Verbindung mit einem großzügig dimensionierten Sprinklernetz (geringe Druckverluste) bei geringem geodätischem Höhenunterschied und kleiner Bemessungsgruppe an.

mit freundlichen Grüßen

Jürgen Münz

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ppm - pure proof münz
Dipl.-Ing. Jürgen Münz
Sachverständiger für Gebäudetechnik

staatlich anerkannter Sachverständiger gem. TPrüfVO NW für
- Lüftungstechnische Anlagen
- Maschinelle Lüftungsanlagen in geschlossenen Mittel- und Großgaragen
- CO-Warnanlagen in geschlossenen Großgaragen
- Rauchabzugsanlagen, Überdruckanlagen zur Rauchfreihaltung von Rettungswegen
- Ortsfeste, selbsttätige Feuerlöschanlagen

www.ppm-frankfurt.de
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Boseweg 30
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PS: Die in diesem Forum von mir getätigten Aussagen sind kostenlos, stellen meine persönliche Meinung dar und erfolgen ohne Anspruch auf fachliche Richtigkeit. Ich übernehme keine Haftung für meine hier getätigten Aussagen sowie evtl. sich hieraus ableitender Sachverhalte.


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